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Roadbook Portugal – Praia da Marinha- Sagres

Tag 8 –  11
Unser letzter Tag auf dem Campingplatz in Albufeira. Ich mag es, wenn morgens der Platz noch still und verschlafen da liegt. Der Streit um die Duschen noch nicht im vollen Gange und das Leben um einen herum langsam an Fahrt aufnimmt. Dick eingepackt aßen wir vor dem Bus unser Frühstück, den der in der Nacht aufgekommene Wind war recht frisch. Langsam ging es ans einpacken. Unser nächstes Tagesziel lag keine 20 Kilometer entfernt. Praia da Marinha wilder Stellplatz in einer Dünenlandschaft aus Wachholder, Pinien und wildem Thymian. Dazu wunderschöne Buchten mit herrlichem Strand, ein türkisblaues Meer und angenehmen 26 Grad. Auch kein wirkliches Geheimziel mehr.

Jedenfalls ist der Strand an einem Sonntag relativ leer und auch von Portogiesen bevölkert. Einfach nur dasitzen und die Sonne aufsaugen und dem Wellengang lauschen. Wenn Lotti nicht Hummeln im Arsch hätte und Ferdi trotz Wärme auf einmal in Spiellaune verfällt. Der Montag gleicht dem Sonntag nur mit dem Unterschied, dass der Wind etwas aufgefrischt hat. Wir verbringen den Morgen und Nachmittag mal vor und im Wohnmobil. Gegen Abend gehen wir an den Strand, der viel wenig bevölkert ist, als am Sonntag und lassen den Tag ganz in Ruhe ausklingen.

Am nächsten Morgen fahren wir weiter nach Sagres mit Zwischenhalt im zugigen Algarve Shoppingcenter. Erstanden habe ich zwei T-Shirts und im Nike Discount zwei kurze Hosen sowie für 28 Euro ein zweites Paar Turnschuhe. Man kann ja nicht ahnen, dass  in Portugal gleich einmal so warm wird, wie im ganzen norddeutschen Sommer nur an wenigen Tagen. Dementsprechend haben wir zu viel Kleidung eingepackt, denn wir sind von Temperaturen bis zu 17 Grad ausgegangen, so wie in jedem Reiseführer beschrieben. Nach dem Einkauf setzen wir unsere Fahrt in Richtung Surfer Hotspot und westlichsten Punkt Europas fort. Ver- und entsorgt haben wir beim hiesigen Intermache, wo wir ebenfalls Lebensmittelvorräte bunkerten.  Dann fuhren wir zum Cape Saint-Vincent. Stellen den Campingbus etwas vor dem Leuchtturm ab, damit die Hunde und wir uns etwas die Beine vertreten konnten. Es weht ein kräftiger Wind, der auf dem Rückweg den Regen richtig ins Gesicht peitschte.

 

Also fuhren wir zurück in den Ort und suchten die Post. Denn wir mussten noch die elektronische erfasste Maut vom Tage der Anreise bezahlen. Wie im Reiseführer und in der Tourismusinformation beschrieben, sollte diese bei jeder Postfiliale möglich sein. Der freundliche Postbeamte war da aber anderer Meinung. Es besteht nur die Möglichkeit ein Prepaid-Karte zu kaufen und diese dann nachträglich auf den entsprechenden Tag telefonisch umschreiben zu lassen. Auch gut. Machen wir es also so und es klappte wirklich gut. Nachdem sich der Regen verzogen hatte, fuhren wir zurück in Richtung Cape Saint-Vincent und schauten in einer kleinen Bucht den Surfern zu. Langsam machten wir uns auf den Weg zum heutigen Stellplatz. Ein großer Parkplatz unterhalb des Fortaleza de Sagres. Hier standen auch schon an die 20 Wohnmobile und mit unserem Van erhielt der Parkplatz einen kleine Farbtupfer. Wir hatten das Gefühl noch nicht genug unterwegs gewesen zu sein und so erkundeten wir dann das oberhalb des Parktplatzes liegende Fort. Angeblich eine Seefahrerschule von Heinrich dem Seefahrer. Der Himmel verdunkelte sich und wir beeilten uns zurück zum Nugget zu kommen.

Am Abend gingen wir in Sagres noch in ein kleines Restaurant “a sagres” und aßen einen super leckeren Fischeintopf und tranken dazu einen leckeren Hauswein. In der Nacht regnete und windete es. Dementsprechend sah der Wagen am morgigen Tag auch aus. Der Himmel war bedeckt und mit 17 angenehm warm. Was uns den Abschied aus dem kleinen Sagres erleichterte.

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