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Worpswede – Hammehafen

Die erste Ausfahrt mit unserem Goldstück war für das Wochenende geplant. Die Sonne lachte vom Himmel und die Prognose für die kommende Tage fabelhaft. Nachdem wir von der Rücktour aus Sardinien so platt waren, hatten wir den Ausflug an die Mosel gestrichen. Stattdessen wollten wir nicht so weit fahren maximal 2 Stunden und dann das erste Mal im enzianblauen Nugget übernachten. Inspieriert von einem Bericht auf arte, hatten wir als Ziel das Künstlerdorf Worpswede erkoren.  Am Tag der deutschen Einheit herrschte reges Treiben und wir hatten Glück überhaupt einen Stellplatz zu bekommen. Der eigentliche Wohnmobilplatz war schon komplett belegt. Nachdem die skurile, liebenswerte Platzwartin Ute uns die Übernachtungsgebühr abgeknüpft hatte und uns an Strom angeschlossen hatte, machten wir mit den beiden Hunden einen kleinen Spaziergang am gleich angrenzenden Naherholungsgebiet.

Das die Maler sich diesen kleine Ort vor den Toren vor Bremen als kreative Heimat auserkorten, verstanden wir bei diesem ganz besonderen Licht über der Moorlandschaft sofort. Auf dem kleinen Flüßchen Hamme schipperten die Freizeitkapitäne zurück in den Hafen. Der eine oder andere legte eine kleine Pause am Deich ein und verband dieses mit einem leckeren abendlichen Picknick unter freiem Himmel.

Der Spaziergang ging länger als erwartet und wir vier waren alle ganz schön groggy. Froh, dass wir heute nicht mehr heimwärts fahren mussten. So stießen wir erst einmal auf die erste Übernachtung an und Susanne machte sich ans Abendbrot. Von meinem “Logenplatz” konnte ich das Treiben in der Küche wunderbar beobachten. Erstaunt war ich als ich das Chromebook startete und mir das Bremer Freifunk Netzwerk den Zugang zum Internet gestattete. Schnell mal ein Post auf Facebook abgesetzt und ein bißchen Musik in das Innere des Wagens gezaubert.

Draußen gingen in den umliegenden Wohnwagen langsam die Lichter aus, während wir unsere veganen Nudeln aus Bambusschälchen schlemmenten. So früh wie die alten Campignhasen werden nie ins Bett gehen bzw. aufstehen. Die selbstgemachte Halterung für die kleine Fernseh-DVD-Kombination hielt zu 85 Prozent. Die Vesa-Halterung mit dem Schnellverschluss des Kugelkopf schwächelte etwas. So musste spontan eine alternative Lösung gefunden werden. Allerdings haben wir nur maximal die ersten 20 Minuten des Films gesehen. Dann sind wir auf den Vordersitzen eingeschlafen. Kurz vor Mitternacht aufgewacht und zum ersten Mal das Bett gebaut. In den neuen 2-1-IKEA-Bettzeug schliefen wir richtig gut. Dank des einzuhängeden Antirausfallnetzes konnte Ferdi nicht mitten in der Nacht aus dem Bett fallen – anders als im Allkoven auf unserer Frankreichtour. Angenehm. Geschlafen haben wir sehr sehr gut. Die ersten verließen schon den Campingplatz, da standen wir auf. Das Frühstück viel etwas armseelig aus, weil der Gaskocher irgendwie eine Miniflamme zauberte. Kurz vor Mittag packten wir ein und fuhren los. Noch war die Parkplatzsituation in Worpswede total entspannt und ein warmer Bohnenkaffee weckte unser Lebensgeister. Mops und Lena sorgten dafür, dass einige Gespräche zustande kammen. Echt anstregend und nervig ist. So schlenderte wir die Straße entlang in Richtung Zionskirche, überquerten den Friedhof und standen plötzlich auf 54,4m hohen Weyerberg. Von dort aus spazierten wir in Richung Käseglocke und abschließend zum Parkplatz. Dauer ca. 2 Stunden. Die Parkfläche war jetzt bis auf den letzten Platz gefüllt. Zeit für den Aufbruch.

Wollte in Richung Schnerverdingen und über die Lüneburger Heide in Richtung Bad Schwartau fahren. Zahlreiche Ausflüger nutzten das schöne Wetter und schlenderten durch die Heide. Wäre unser Herd gegangen, hätte wir uns in eine kleine Abfahrt gestellt, die Schiebetür geöffnet und einen Kaffee getrunken. Aber ohne Gas, beschlossen wir einfach weiter zu fahren.

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