Freitagabend, Juli, kurz vor den großen Sommerferien in Schleswig-Holstein.
Wir wollten uns einen Eindruck verschaffen, ob Vejers Strand Camping wirklich so unsagbar schön und cool ist, wie immer gesagt wird. Ich arbeite nur kurz, dann machen wir uns auf den Weg nach Dänemark. Knapp vier Stunden Fahrt liegen vor uns. In Dänemark fahren wir über Landstraßen und nicht über die Autobahn.
Gegen 20 Uhr kommen wir an. Die Rezeption hat noch geöffnet (bis 21 Uhr), sodass wir uns direkt anmelden können. Da wir den Platz schon bezahlt haben – inklusive 40 Euro für einen Wunschplatz – geht alles schnell. Nur die richtige Position auf unserem gebuchten Platz zu finden, dauert etwas länger. Auf der Fahrt zu unserem Stellplatz (Nr. 540) fällt auf, dass einige Plätze sehr eng sind. Diejenigen mit 4×4 haben es besser, sie können über den ganzen Platz blicken. Vejers Strand Camping ist auf jeden Fall sehr groß.
Mit Hunden reist man anders.
Als wir endlich auf Platz 540 stehen, geht es erstmal mit den Hunden eine Runde über den Platz. Dann gibt es Abendessen – für uns und für die Hunde. Statt Pizza hat Susanne einen kreativen Döner im asiatischen Stil zubereitet. Lecker und nicht aufwendig. Den Rest des Abends verbringen wir im Van, denn es ist abends doch recht kühl. Strom ist inklusive, also nutzen wir Starlink und Netflix für einen Film. Kurz nach Mitternacht geht es ins Bett.
Am nächsten Morgen holen wir erstmal Brötchen und machen einen kurzen Spaziergang durch die Dünen zum Strand, bevor es Frühstück gibt.
Strandtag in Vejers
Am Nachmittag geht es an den Strand. Wir müssen über die Dünen, und dann sehen wir den breiten Strand mit feinem, weißem Sand. Bei 25 Grad ist es nicht super heiß, aber für die Hunde perfekt. Tilda wird immer mehr zur Wasserliebhaberin – und wenn sie ihren Plastikgockel „Günther“ aus dem Wasser apportieren kann, ist sie glücklich. Auch Gustl hat Spaß mit „Günther“ und rennt mutig in die Nordsee. Nach 20 Minuten Spiel gehen wir am Strand entlang in Richtung Vejers.
Der Strand wirkt durch die Breite nicht so voll, wie er eigentlich ist. Trotzdem haben sich einige Dänen neben ihren Autos gemütlich gemacht. In Vejers ist am späten Nachmittag viel los. In den vielen Restaurants, Cafés und Bars sitzen jede Menge Touristen. Ich gönne mir mein erstes Softeis.
Zurück am Camper gibt es erstmal einen Aperitif, dann wird gegrillt – für uns und für die Hunde. Wir sitzen noch lange draußen, bis es uns zu kalt wird. Dann geht es in den Van, Film schauen und schlafen.
Letzter Tag und Fazit
Am nächsten Morgen testen wir die Duschen – sauber und gut verteilt über den ganzen Platz. Ich hole allein Brötchen, aber diesmal steht eine lange Schlange im kleinen Laden. Nach dem Frühstück heißt es einpacken, denn um 12 Uhr muss der Platz geräumt sein.
Eigentlich hatte ich gehofft, dass das Wetter etwas sonniger wird, sodass wir noch 1-2 Stunden am Strand verbringen können. Aber bei bedecktem Himmel und Regen gehen wir mit Tilda und Gustl nochmal am Strand spazieren, bevor es nach Hause geht. Für den Abend kaufen wir bei Rema1000 fertigen Kartoffelsalat und Würstchen ein.
Unser Fazit:
Der Campingplatz ist wirklich groß. Einige Plätze sind schön, weil sie etwas abseits liegen und nicht so einsehbar sind. Trotz der Größe und der vielen Kinder ist es nicht laut. Die Waschhäuser sind den ganzen Tag über sauber. Die Lage in den Dünen und der tolle Strand machen den Platz besonders. Den Hype können wir verstehen, auch wenn er für uns zu groß ist. Aus dem Bauch heraus würden wir Romø, Hvide Sande oder Cold Hawaii vorziehen. Trotzdem waren es entspannte zwei Tage.

























